Ein Ort der Begegnung
Das Kulturzentrum Luckenwalde verbindet Arbeit, Bildung und Freizeit zu einem ganztägig aktiven Stadtraum und schafft so einen Ort der Begegnung und kulturellen Teilhabe. Ziel ist die Aktivierung des Karrees als Möglichkeitsraum, die Förderung sozialer Durchmischung und die Stärkung der lokalen Wirtschaft. Das Gebäude wird zum Startpunkt der Quartiersentwicklung und zum Katalysator einer sozio-kulturellen Transformation.
Die Halle der früheren Tuchfabrik steht seit Jahren leer und bildet mit dem Nebengebäude eine Blockkante, die den Innenhof bisher eher abriegelt als erschließt. Der Entwurf öffnet genau diese Kante und macht aus der Rückseite eine Adresse.
Zwei bestehende Baukörper, HAAG 12 und das Nebengebäude, bleiben nach außen als Zeugnisse der Stadtgeschichte erhalten, während sich im Inneren eine neue räumliche Identität entwickelt. Ein gemeinsamer Marktplatz verbindet beide Häuser als flexibel nutzbares Zentrum für Aufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Marktstände. Das große Gebäude beinhaltet Kantine, Co-Working und Bibliothek, das kleinere Gebäude, der „kleine Bruder“, enthält ein Bistro. Beide folgen dem Prinzip „außen Bestand, innen neu“.
Über die Geschosse staffeln sich die Nutzungen vom Öffentlichen ins Konzentrierte: unten Kantine und Bistro, darüber Bücherei und Co-Working, oben der Konzertsaal mit vorgelagerter Bar. So lässt sich jeder Bereich unabhängig betreiben.
Es entsteht kein Haus für einen einzigen Zweck, sondern eine Infrastruktur, die sich über den Tag und über die Jahre hinweg immer wieder neu belegen lässt.



